Grenzsteintrophy 2010

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F A H R E R I N F O R M A T I O N # 01/10 [18.03.2010]
„Grenzsteintrophy“ Mountainbike-Grenzerfahrung geht in 2. Runde
Am 17. Juni 2010, dem Jahrestag des Volksaufstandes in der ehemaligen
DDR im Jahr 1953, startet die zweite Auflage der Grenzsteintrophy. Dabei
handelt es sich um eine „Selbstversorger-Mountainbike-Fahrt“ über 1.250
Kilometer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.
„Wo einst die Frontlinie des kalten Kriegs verlief, gedeiht heute Deutschlands
längster Grünstreifen. Seine Topographie und sein Verlauf versprechen auch
2010 eine abwechslungsreiche Mountainbike-Tour“, erklärt GST-Initiator
Gunnar Fehlau und ergänzt: „Für die ultimative Herausforderung muss man
gar nicht Alaska durchqueren, wenn Natur und Abenteuer so nahe liegen“. Die
Grenzsteintrophy macht laut Fehlau die Idee der sogenannten „Self Support
Rides“ (Selbstversorgerfahrten) in Deutschland erlebbar. Diese Fahrten
verstehen sich als „Gegenpol zu den überzüchteten Massenveranstaltungen
mit ihren Negativerscheinungen wie Umweltzerstörung, Doping und Kommerz“.
Die Grenzsteintrophy ist kein Rennen, aber auch keine Radwanderung, sondern
eine gemeinsam startende, jedoch individuelle und durchaus sportliche
Extremtour. Immerhin benötigte der erste von 17 gestarteten Fahrern 2009
nur knapp über sieben Tage für die 1.250 Kilometer lange Strecke mit über
17.500 Höhenmetern von Lübeck-Travemünde nach Mittelhammer im Vogtland.
2010 wird übrigens in umgekehrter Richtung gefahren. Praktisch: Die
diesjährige Strecke ist überarbeitet und umfährt unfahrbare und
schützenswerte Passagen.
Der Kodex der Grenzsteintrophy liest sich wie folgt: Keine Startgebühr, kein
Preisgeld, kein Service, keine Zeitnahme und keine Organisation. Die Fahrer
müssen sich selbst versorgen. Alle benötigte Ausrüstung und Verpflegung
müssen sie auf dem Rad mitführen oder unterwegs kaufen. Jede Art
vorterminierter Unterstützung wie Hotelbuchungen schließt der Kodex
kategorisch aus. Ziel dieses archaischen Reglements ist die maximale
Herausforderung an den Fahrer und „nicht für eine Begleitcrew“!
Eine Kontrolle der Fahrer findet übrigens auch 2010 nicht statt. „Schließlich
gibt es keine Rangliste und nichts zu gewinnen – außer dem Gefühl, eine
außerordentliche Herausforderung ehrenwert gemeistert zu haben. Wer
schummelt, betrügt sich also nur selbst“, so Fehlau. Interessierte und
Mountainbiker, die sich dieser Herausforderung stellen möchten, finden
Informationen unter www.grenzsteintrophy.de. Als Anmeldung genügt eine
„formlose Absichtserklärung“ via E-Mail, „wer am 17. Juni am ehemaligen
Dreiländereck im Vogtland steht, ist mit von der Partie“, so Fehlau.
Bekanntestes Vorbild der Grenzsteintrophy ist die „Tour Divide“, die „nonstop“
4.360 Kilometer über den Höhenkamm der Rocky Mountains von Kanada bis
zur US-amerikanisch/mexikanischen Grenze führt.

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Grüße

W.