Grenzsteintrophy Teil 2

Anreise

Die Anreise hat einen eigenen Beitrag verdient. Warum?

Weil wir mit der Bahn gefahren sind. Rainer und ich haben uns in Würzburg getroffen und sind in den Nachtzug nach HH eingestiegen. Als ich Rainer zum ersten Mal sah, bekam ich einen Schock: Er hatte sich extra ein bisschen Fahrradorigamie eingepackt.

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Der zweite Schock saß noch eine Spur tiefer. Mister „I am a man“ Rainer zog eine pinke Kamera und knipste ungeniert los.

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Ich befürchtete – vermutlich zurecht – dass ich bei jedem Bild, welches er machen würde, einfach nur debil grinsen würde.

Im Zug selbst war trotz allgemeinem Schlafmangel von der vorherigen Nacht nicht an Schlaf zu denken. Zum Einen war da so etwas wie Aufregung, zum Anderen eine unglaublich unbequeme Sitzposition. Unser Gegenüber zog auch irgendwann etwas totes Stinkendes aus einer Plastiktüte und aß es. Im Nebenabteil genossen 6 ältere Herren aus Nürnberg ihre frisch gewonnene Freiheit und stimmten sich seelisch und moralisch mit lautem Geschwätz auf ihren Radurlaub ein. Wir haben sie später befragt und sie erzählten uns, dass sie von HH nach DD mit dem Rad an der Elbe entlang fahren wollen.

In Hamburg angekommen bastelte Rainer aus seinem Origamiehaufen ein Fahrrad und wir zogen los, uns einen Kaffee zu ziehen. Prompt gerieten wir an zwei aggressive halbwüchsige Italiener, die mich in der Bäckerei anpöbelten und später bei ihrem grandiosen Abzug versuchten unsere Räder umzuwerfen. Ich verstehe nicht, was sich hochkant aufgestellte Schuhschachteln ins Essen schmeißen, um so streitlüstern zu werden.

Wir erlebten dennoch später einen grandiosen Sonnenaufgang an der Alster.

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Am Bahnhof angekommen hatte ich die grandiose Idee einen Zug früher nach Lübeck zu fahren, damit wir noch einen schnellen Blick auf das Holstentor werfen können. Der Zug verließ pünktlich Hamburg, um nach drei Kilometer mit einer immensen Rauchentwicklung zum Stehen zu kommen. Irgendwas war durchgebrannt, die Feuerwehr und Polizei rückte an, der Zugführer teilte uns mit, dass die Weiterfahrt leider nicht möglich sei. An ein Aussteigen war auch nicht zu denken, so dass wir tatenlos zusehen mussten, wie uns die Minuten bis zum Start verrannen. Irgendwann, unendlich lange Zeit später, wurde unser Zug in einen Bahnhof geschleppt, wir durften aussteigen und in einen Zug nach Lübeck einsteigen.  Das Ganze hat uns uns 1,5h gekostet und obwohl wir schon dem Initiator der Trophy telefonisch unser Nichterscheinen durchgegeben hatten, erwischten wir eine direkte Verbindung nach Travemünde und kamen pünktlich zur Fahrerbesprechung am Startort an.(Leider hatten wir aber das Frühstück verpasst.)

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Am FKK-Strand wurden Startfotos geschossen.

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Überrascht stellten Rainer und ich fest, dass wir die Einzigen SSPler am Start waren.

Wird schon schief gehen.

Und dann ging es auch schon los.

Grüße

W.

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