Im Wald da sind die Räuber oder E wie …

… Eselsweg.

Gestern ging ein seit 2 Jahre gehegter Wunsch in Erfüllung. Es ging darum, den Eselsweg von Schlüchtern bis Grosheubach an einem Tag nachzufahren. Franz meldete sich letzte Woche und wir beschlossen spontan, den Weg endlich zu fahren.

Nach Schlüchtern brachte uns seine Lebensgefährtin und das Navi übernahm unsere Routenführung. Dies erwies sich schnell als sehr nützlich, so gibt es doch Stellen, an denen man leicht die Orientierung verlieren kann.

Franz ging es von Beginn an nicht besonders gut, sein Magen machte Probleme. Wir starteten also sehr gemäßigt und „genossen“ die ersten schweren Anstiege.

Die ersten Kilometer legt man nicht wirklich im Wald zurück und wir waren froh, dass wir frühzeitig aufgebrochen waren, da es rasch sehr warm wurde.

Die Trails im Wald sind spektakulär.

Leider bekam Franz seine krampfartigen Magenschmerzen nicht los, so dass schnell klar wurde, dass es für ihn eine lang qualvolle Tour werden würde.

Auf den verschwitzten Beinen sammelte sich der Dreck.

Wir folgten einem GPS-Track, den Franz aus den Tiefen des Internets aufgesammelt hatte. Zwischen „7 Wege“ und „Echterspfahl“ verwies die Ausschilderung aber in eine andere Richtung als der Track. Wir beschlossen, der Ausschilderung zu vertrauen und folgten dieser. Er hatte in seinem Gerät einen „alternativen“ Eselsweg abgespeichert. Diese Route stimmte dann auch mit der Ausschilderung überein.

Im Gasthof Hundsrück machten wir eine längere Pause und Franz zwang sich dazu, etwas zu essen.

Gestärkt machten wir uns auf die letzten 25km, die sich erstaunlich lang zogen, aber mit spektakulären Abfahrten gespickt waren.

Nach 115km standen wir am Engelsberg und konnten nach Großheubach hinab blicken.

Da sich die Magenprobleme von Franz weiterhin nicht besserten, beschlossen wir, das Erftal in Richtung Hardheim zu befahren und uns auf dem Weg von Bea auflesen zu lassen. In Eichenbühl kam sie uns auch schon entgegen und nach insgesamt 125km stiegen wir glücklich und erschöpft ins Auto.

Für die Liebhaber technischer Details:

Der Eselsweg war für uns 115 km lang (inkl. 2 Umwegen). Die Fahrt dauerte 10,5h Brutto und so um die 8,25h Netto. Der Schnitt lag bei etwas unter 15 km/h.

Mehr Bilder gibt es hier.

Alles in Allem war es für mich eine sehr schöne Tour. Franz musste sich leider durch seine Magenprobleme sehr quälen und ich bin erstaunt, wie viel man durch bloßen Willen erreichen kann.

Grüße

W.

2 Replies to “Im Wald da sind die Räuber oder E wie …”

  1. ah, die tour hätte mir sicher auch gefallen. respekt und gute besserung an franz. zum glück gab es keine eis- und schneeglätte, sonst hättet ihr laut dem schild auf dem letzten foto umkehren müssen 😉

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